Über uns
Leitgedanken
des Wurzelwerk e. V.
Der Verein Wurzelwerk – Leverkusener Förder- und Pflegeverein für ein selbstbestimmtes Leben im Alter e. V., wendet sich an Menschen, die trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen ihr Leben in häuslicher Umgebung selbstbestimmt führen möchten und an diejenigen, die diesen Gedanken fördern und unterstützen.
Es ist uns ein Anliegen …
mit jedem Menschen, unabhängig von Stand, Herkunft und Religion eine vertrauensvolle Basis zu schaffen, indem wir ihm in seiner Persönlichkeit respektvoll, tolerant und offen gegenüber treten.
… gewachsene soziale Strukturen
unserer Klienten, wie etwa die Vertrautheit der eigenen vier Wände sowie bestehende Lebensgewohnheiten aufrecht zu erhalten.
… unsere Mitarbeiter
durch Bereitstellen eines überwiegend selbstverantworten Arbeitsplatzes, flache Hierarchien und einen kooperativen Führungsstil wertzuschätzen.
… die pflegenden Angehörigen
unserer Klienten durch umfassende Angebote und Beratung zu unterstützen und zu entlasten.
Um diese Angebote aufrechterhalten zu können, freuen wir uns immer über:
• Ehrenamtliche Mitarbeiter
• Ordentliche / fördernde Mitglieder
• Spenden
Beitrittsformular
Pflegekonzept
Seit Gründung der Sozialstation des Wurzelwerk e.V. liegen uns Selbstbestimmungsrecht, Individualität und Ganzheitlichkeit am Herzen und sind in den letzten 30 Jahren zentrale Grundlagen unseres Pflegeverständnisses.
Wie pflegen wir?
Selbstbestimmt im häuslichen Umfeld
Es ist uns wichtig, die Lebensgewohnheiten unsere Klienten zu respektieren, indem wir diese bei der Planung der Versorgung berücksichtigen. Unsere Klienten sollen ihr Leben trotz Krankheit und Hilfebedürftigkeit nach ihren eigenen Normen und Wertvorstellungen gestalten können. In der Pflege heißt dies, dass wir bei jedem Einsatz die Wünsche unserer Klienten berücksichtigen. Bei der Pflege unserer Kunden verhalten wir uns als Gast in deren Haushalt und versuchen ein Höchstmaß an Privatsphäre zu wahren.
Individualität
Aktivierende Pflege
Hilfebedarf frühzeitig zu erkennen, unsere Unterstützung anzubieten oder anderweitige Hilfen zu vermitteln.
Wie setzen wir das um?
Bezugspflege
Hilfebedarf frühzeitig zu erkennen, unsere Unterstützung anzubieten oder anderweitige Hilfen zu vermitteln.
Mitarbeiterverantwortung
pflegefachliche Einschätzung sowie die Dokumentation, sind die tourenverantwortlichen Pflegefachkräfte.
Durch regelmäßige Teamsitzungen und Fallbesprechungen wird gewährleistet, dass sowohl ein regelmäßiger pflegefachlicher Austausch unter den Tourenpartnern und Teammitgliedern
stattfindet, als auch Veränderungen hinsichtlich des Hilfebedarfs bei Klienten zeitnah erfasst und umgesetzt wird.
Um unsere Mitarbeiter sowohl fachlich nach den neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen handeln zu lassen als auch ihre menschlichen und sozialen Fähigkeiten regelmäßig zu fördern, werden diesen sowohl interne Schulungen als auch externe Fortbildungen angeboten. Daneben erwarten wir von unseren Mitarbeitern eigene Aktivität, sich mit Hilfe der bereitgestellten Fachliteratur auf dem neusten Stand zu halten.
Dokumentation
Wir haben uns dazu entschlossen, auf das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation (SIS ®) umzustellen, weil wir der Ansicht sind, dass diese Art der Dokumentation unserer Auffassung von individueller Pflege am ehesten gerecht wird. Hinzu kommt, dass dieses Dokumentationsmodell und der darin liegende Fokus auf die pflegefachliche Einschätzung der Fachkraft, eine von uns gewünschte Stärkung der Fachlichkeit unserer Mitarbeiter unterstützt.
Die Grundstruktur dieser Pflegedokumentation besteht aus 4 Phasen:
1. Erstellung einer Strukturierten Informationssammlung (SIS®)
Die Erhebung der Daten des Klienten erfolgt in einzelnen Themenfeldern des SIS® Bogens, in denen seine persönliche und gesundheitliche Lebenssituation sowie sein soziales Umfeld
Berücksichtigung findet.
Im Detail bedeutet das:
- Wie sind die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten? Welche Besonderheiten und Hilfsmittel gibt es?
- Wie sind die Mobilitäts- und Bewegungsfähigkeiten? Welche Besonderheiten und Hilfsmittel gibt es?
- Welche krankheitsbezogenen Anforderungen und Belastungen sind pflegerisch relevant? Gibt es behandlungspflegerische Aufträge?
- Inwieweit ist die Selbstversorgung hinsichtlich der Ernährung, Körperpflege und Ausscheidung
- gewährleistet? Worauf muss besonders geachtet werden?
- Welche sozialen Beziehungen nehmen Einfluss auf den Alltag des Klienten?
- Ist die Haushaltsführung gesichert?
Nach Einholung dieser Informationen erfolgt eine pflegefachliche Einschätzung für die relevanten Risiken in den Bereichen Pflege und Betreuung.
2. Individuelle Maßnahmenplanung
Der Maßnahmenplan soll die Einsätze und Abläufe unter Berücksichtigung individueller Besonderheiten widerspiegeln. Wir wollen unseren Klienten Sicherheit durch gleichbleibende,
routinierte Abläufe vermitteln. Daher ist unsere Planung der Pflege in der Ablaufbeschreibung sehr detailliert. Hierdurch können alle Mitarbeiter die individuellen Wünsche und Pflegemaßnahmen bei ihren Einsätzen beachten.
3. Pflegebericht
4. Evaluation
Wie sichern wir Qualität?
Um unserem eigenen und dem gesetzlichen Anspruch an Qualitätssicherung und– Weiterentwicklung (§§ 112 ff. SGB XI) gerecht zu werden, werden unsere betrieblichen Prozesse und deren Qualität nachweisbar und messbar dargestellt.
Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität unserer Arbeit werden von uns regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, um so kontinuierlich zu ihrer Verbesserung beizutragen. Dabei ist die Qualitätssicherung, analog zum Pflegeprozess, nicht als ein einmalig zu erreichendes Ziel, sondern als ein zyklischer Prozess zu verstehen und bestehende Strukturen kontinuierlich den Erfordernissen angepasst werden müssen. Näheres hierzu wird in unserem Qualitätskonzept dargestellt.
Für die Pflege bedeutet dies, dass sämtliche geplanten und durchgeführten Leistungen einer regelmäßigen Überprüfung, z.B. durch Pflegevisiten, unterliegen. Bei im Rahmen dieser Kontrollen festgestelltem Veränderungsbedarf werden die jeweiligen Leistungen umgehend überarbeitet und neu geplant.